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Über 200 Schülerinnen und Schüler und dennoch hätte man eine Stecknadel fallen hören, so still war es in der Aula des Gymnasiums Rutesheim am Dienstag, 21. Januar 2020.

Der Grund war der Besuch von Eva Erben, die den Holocaust überlebt hat und heute mit ihren 89 Jahren voller Leben bereit ist, mit den Schülerinnen und Schüler darüber zu sprechen, was ihr alles angetan wurde und wie sie diesen Schrecken überlebt hat. Über diesen Leidensweg, den sie den Schülerinnen und Schülern, die sich gerade im Unterricht intensiv mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigen, so zu Herzen gehend schildert, berichtet dankenswerterweise auch die LKZ. (den Artikel finden Sie hier)
Angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und des Wiedererstarkens von Antisemitismus sind solche Begegnungen von besonderer Bedeutung. Und Eva Erben gab nach ihrer offenen Schilderung der Demütigungen, die sie erleben musste und der Situationen, in denen sie immer knapp dem Tod entkam, den Schülerinnen und Schülern auch eindrückliche Botschaften und Aufträge mit: „Fügt anderen nichts zu, was Ihr nicht selbst erleiden wollt.“ und “Jeder Mensch hat das Recht auf ein schönes Leben, verteidigt diesen Wunsch für euch und auch für andere.“
Die Schülerinnen und Schüler waren tief beeindruckt von dieser Begegnung mit Eva Erben und nahmen dankbar die Gelegenheit war, das Buch, das sie über ihre Erlebnisse verfasst hat, von Eva Erben noch signieren zu lassen und noch einige persönliche Worte mit ihr zu wechseln. Hier wurden auch die Fragen gestellt, die sie sich direkt im Anschluss an das Gespräch noch nicht zu stellen trauten.
Die Begegnung mit Eva Erben wurde uns von der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ) ermöglicht. Dank der Vermittlung von Katja Bühler, die für die ICEJ die Schultouren der Zeitzeugen organisiert, haben wir schon seit mehreren Jahren diese Möglichkeit und nehmen sie dankbar an. Die Zeit wird es uns nicht mehr lange ermöglichen, mit den Menschen, die diesen Schrecken überlebt haben, zu sprechen. Ein ganz besonderer Dank sprechen wir dieses Jahr der ICEJ noch dafür aus, dass sie allen unseren Schülerinnen und Schülern ein Exemplar von Eva Erbens Buch „Mich hat man vergessen. Erinnerungen eines jüdischen Mädchens“ kostenfrei zur Verfügung gestellt hat.

Andrea Frenzel
Abteilungsleiterin Kommunikation

2020 01 21 Zeitzeugengespräch HP 2

2020 01 22 Zeitzeugengespräch HP

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